In unserer Webdatenbank können Sie bequem online recherchieren. Dabei ist es möglich, ausgewählte Audio- und Filmbeiträge zu sichten und anzuhören. Interessenten aus Forschung und Wissenschaft bekommen nach einer Registrierung Zugang zu einer Vielzahl an Audio- und Filmbeiträgen. Diese können Sie dann in aller Ruhe als Stream von Ihrem Arbeitsplatz aus sichten und hören.

Die Webdatenbank wurde in einer Kooperation mit dem VZG, der Verbundzentrale des GBV, realisiert und von der DFG gefördert.

News

Internationale Vereinigung der Schall- und audiovisuellen Archive tagt in Bremen

Das Medienarchiv Günter Grass-Stiftung Bremen ist – zusammen mit dem Klaus Kuhnke Archiv für Populäre Musik – Gastgeber der Jahrestagung für die IASA-Ländergruppe Deutschland/Schweiz e.V.

Vom 23.-24. November 2018 treffen sich im Studienzentrum für Künstlerpublikationen (Weserburg) leidenschaftliche SammlerInnen und Profis, die sich mit audiovisuellen Medien und deren Archivierung beschäftigen und tauschen Fachwissen und Erfahrungen aus. Vier Exkursionen in audiovisuelle Institutionen in Bremen und Diepholz runden das Programm ab.

Interessierte sind herzlich willkommen!

Programm, Anmeldung und weitere Informationen finden Sie hier.

(Fotos: Sonja Wohllaib)

 

Lesung vom 30.10.2018: „Geisterbahn“ und ihre bewegende Geschichte

„Die Dorns waren eine Insel im Meer der Traurigkeit, aber die durfte niemand sehen. Farben stimmen froh, und Frohsinn braucht der Schausteller.“ Das schreibt Ursula Krechel über eine deutsche Sinti-Familie, deren Schicksal im Nationalsozialismus und in der jungen Bundesrepublik nach dem Krieg einen Schwerpunkt in ihrem neuen Roman „Geisterbahn“ bildet. Die einfühlsam erzählte und aufwühlende Geschichte las sie jetzt über eine Stunde lang im Haus der Wissenschaft vor. Eingeladen hatte die renommierte Schriftstellerin die Günter Grass Stiftung Bremen, deren Namensgeber ein großer Freund und Förderer der Sinti und Roma war. Das Publikum hörte ganz leise und manchmal vor Rührung den Tränen nahe der Autorin zu, bedankte sich am Ende mit langem Applaus. Immer wieder suchten Zuhörerinnen und Zuhörer das Gespräch mit Ursula Krechel, die bisher vor allem als Lyrikerin kannten, und ließen sich Bücher von ihr signieren. Am Ende von „Geisterbahn“ heißt es: „Alfons Dorn, den Mann, den man nicht mehr Zigeuner nennen darf und trotzdem so nennt.“ Günter Grass ahnte es schon 1997, als er gemeinsam mit seiner Frau Ute die „Stiftung zugunsten des Romavolkes“ gründete: Das Unrecht gegenüber dieser Volksgruppe halte bis heute an.

(Foto: Kristina Heinze)

 

Zu den vergangenen Veranstaltungen

 

 

Einen Einblick in das Medienarchiv, die Forschung und in Videoausschnitte bekommen Sie in diesem kurzen Clip: